Endometriose und Östrogendominanz

4-12% aller Frauen sind von einer Endometriose betroffen. In Deutschland sind es jährlich ungefähr 40.000 Patientinnen. Wer unter dieser Krankheit leidet hat oft unendlich starke schmerzen….65% der betroffenen Frauen haben diese Schmerzen die anderen 35% habe keinerlei Symptome. Die Krankheit ist bedauerlicher Weise noch nicht gut erforscht. Doch es gibt mittlerweile einige wissenschaftliche Erkenntnisse und sogar Frauen die sich von ihrer Erkrankung geheilt haben. Ich habe für euch recherchiert und meine Erkenntnisse in diesem Blog-Artikel für euch zusammengetragen. Ich hoffe ich kann euch damit helfen!

Was genau ist die Endometriose?

Bei der Endometriose handelt es sich um die häufigste Unterleibserkrankung der Frauen. Die Frauen oder sogar Mädchen leiden unter gutartigen Wucherungen, welche aus der Gebermutterschleimhaut bestehen. Sie sehen aus wie Krebszellen sind zum Glück aber gutartig. Sie breiten sich meistens in der Eileiterwand und den Eierstöcken aus. Es kommt aber häufig vor, dass sie sich im Darm, Bauchfell, im Bauch- und im Beckenraum ausbreiten. In ganz seltenen Fällen ist sogar die Lunge betroffen. Es kann auch passieren, dass sich am Eierstock mit Blut gefüllte Zysten bilden (Schokozysten), die dann mit jeder Periode wachsen. Endometriose bereitet den betroffenen Frauen oft sehr sehr starke Unterleibschmerzen. Gerade 7- 10 Tage vor dem Einsetzten der Periode aber auch während dessen. Ein normales Leben, gerade an den oben genannten Tagen, ist kaum möglich.

Stadien der Endometriose

Je nachdem wie weit die Krankheit fortgeschritten ist, kann man diese in Stadien unterteilen.

Stadium 1: Die Endometriose ist nicht größer als 5mm.

Stadium 2: Die Endometriose ist größer als 5mm und es sind Blutungen möglich.

Stadium 3: Nun gibt es auch Verwachsungen des kleinen Beckens. Es kann auch zu Eierstockzysten, Eigenblutungen und Endometrioseherde um die Blase herum kommen.

Stadium 4: Die Endometriose hat sich bis zum Darm, Blinddarm, Leber oder sogar Lunge ausgebreitet. Nun sind auch monatliche Blutungen möglichen.

Das heißt jetzt aber nicht, dass wenn du vielleicht schon das 4. Stadium erreicht hast, du ein hoffnungsloser Fall bist. Gerade in den fortgeschrittenen Stadien wird oft operativ eingegriffen. Ich durfte leider bei meiner guten Freundin miterleben wie ohne ihr Zustimmen einfach ein Eierstock entfernt worden ist. Deshalb informiert euch richtig und sprecht vorher alles sorgfältig mit den operierenden Ärzten ab (falls die Operation eine Option für euch ist). Meine Kritik an die behandelten Ärzte ist immer die selbe: Es werden Symptome unterdrückt und nicht mal versucht der Ursache auf den Grund zu gehen um diese zu behandeln. Im Fall der Endometriose werden oft Präparate verordnet, die die Periode unterdrücken (mit der Hoffnung, dass die Endometriose nicht wächst) was sie aber bedauerlicherweise in den meisten Fällen trotzdem macht. Es werden Schmerzmittel verordnet und ggf. operiert. Und dann bekommen die betroffenen Frauen noch gesagt, dass falls sie mal Kinder haben wollen, sie sich beeilen müssen. Kein Wort darüber, dass man was an seinem Lebensstil ändern sollte, beispielsweise entzündungshemmend essen usw.. Aber dazu kommen wir noch ausführlicher im weiteren Verlauf des Artikels.

Theorien über die Entstehung der Endometriose

Eine Theorie ist, dass während der Regelblutung Stücke der Gebärmutterschleimhaut anstatt ausgeschieden zu werden, wieder über den Eileiter rückwärts in die Bauchhöhle kommen. Es kann aber auch sein, dass Zellen außerhalb der Gebärmutter zu Schleimhautzellen mutieren oder dass Schleimhautzellen über Blut-oder die Lymphgefäße an andere Orte wandern. Das sind aber alles nur Theorien.

Faktoren die die Entstehung einer Endometriose begünstigen

Ein kurzer Zyklus mit langer Blutungsdauer, frühe erste Regelblutung und späte erste Schwangerschaften begünstigen das Auftreten einer Endometriose. Genetische Faktoren konnten auch festgestellt werden. Aber Achtung: Genetische Faktoren sind fast nie die alleinige Ursache bei der Entstehung einer Erkrankung!

Fakten über gewisse Zusammenhängen von gesundheitlichen Zuständen und Endometriose

Bei sehr vielen Frauen, die eine Endometriose haben, wurden anhand eines Bluttests stille Entzündungen im Körper festgellt und in Studien kam raus, dass eine Östrogendominanz auch Ursache von einer Endometriose sein kann. Eine Östrogendominanz verschlimmert die Endometriose aber definitiv! Daran gibt es keinen wissenschaftlichen Zweifel. Deshalb schauen wir uns diese zwei Punkte mal genauer an.

Stille Entzündungen

Stille Entzündungen auch Silent Inflammation genannt, ist ein Umstand der grade sehr sehr häufig in den westlichen Ländern vorkommt. Die Ursache dafür ist wie immer unser Lebensstil: Zu viel Omega-6, minderwertige, schlechte Tierprodukte, Zucker, Weißmehl, Transfette, Alkohol und rauchen zählen zu den Ursachen der stillen Entzündungen. Auch dauerhafter Stress führt zu stillen Entzündungen und diese sind auf Dauer gar nicht lustig, denn sie mobilisieren aggressive Radikale. Die Symptome dieser stillen Entzündungen, sind die typischen Volksleiden: Arteriosklerose, Schlaganfall, Bluthochdruck, Herzinfarkte aber auch Allergien, Kopf-,Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Krebs sind Symptome von chronischen Entzündungen. Auch in Verbindung mit der Endometriose konnte nun ein Zusammenhang festgesellt werden. Zum einen sorgen die Endometrioseherde selbst für Entzündungen, da das Immunsystem auf das Gewebe reagiert. Zum anderen können aber auch stille Entzündungen mit ursächlich für die Endometriose sein.

Stille Entzündungen linderst du am besten über die Ernährung, Supplements und Stressreduktion. Omega-3 ist entzündungshemmend und nehmen wir durch unsere Ernährung viel zu wenig auf. Lachs ist eine super Omega-3-Quelle. Achte aber darauf, dass er in bester Qualität ist um Schwermetalle zu vermeiden. Ansonsten kannst du Omega-3 über Kapseln oder Öle zu dir nehmen. Die Kapseln gibt es als Fischöl- oder Algenölkapseln. Auch hier wieder auf Qualität achten. Sie müssen Laborgeprüft sein und am besten Bio-Zertifiziert. Spare da bitte nicht am falschen Ende, sonst fügst du dir mehr Schaden zu als Gutes. Hier ein Produkt welches ich empfehlen kann: https://www.googleadservices.com/pagead/aclk?sa=L&ai=DChcSEwi8_uH476KCAxXGkoMHHTT6ATQYABAJGgJlZg&ase=2&gclid=CjwKCAjw7oeqBhBwEiwALyHLM8HTA4u1ooDsoeo_9zuZV5sALe09qBFpDUA9NlGlXK0PjLwLnWNU7RoCdE4QAvD_BwE&ohost=www.google.com&cid=CAESVuD2IYuFJ92rZUGw2dNBo4CVrJKJLj6u4q7SP23b0At_zxTDZhn9o7Ab5MuFLoAsiBdwL8aiE1qQFqCq128RSl-ek3lNdWnG8OxRbFa0YlMxDuH14Fqz&sig=AOD64_0zpTAoAaOQBmn6KKCH_HPj616dRg&ctype=5&q=&nis=4&ved=2ahUKEwjwzdr476KCAxU4hv0HHbr4BSwQ9aACKAB6BAgFEBE&adurl=

Antioxidantien helfen auch sehr gut. Also viel buntes Gemüse und Obst zu dir nehmen. Aber auch Zimt, Kurkuma und Ingwer sind reich an Antioxidantien. Meide außerdem alle Dinge die stille Entzündungen auslösen. Beispiele habe ich ja oben schon genannt. Möchtest du mehr wissen und brauchst genau in Sachen Ernährung Hilfe, dann kannst du gerne eine kostenloses und unverbindliches Erstgespräch bei mir über das Kontaktformular: Kontakt buchen. Ich kann dir bestimmt weiterhelfen.

Östrogendominanz

Die Östrogendominanz ist allgemein ein Thema, das man sich genauer anschauen sollte. 80% aller Frauen in der westlichen Welt leiden Phasenweise unter einer Östrogendominanz. Eine Endometriose ist eben eine östrogenabhängige Krankheit. Eine bestehende Endometriose stört die Signalwege von Östrogen und Progesteron und dadurch entsteht leider eine Östrogendominanz. Diese Östrogendominanz führt zu einer hohen Entzündungsbereitschaft mit weiteren Endometriose-Herden. Deshalb ist es wichtig eine bestehende Östrogendominanz im Bezug auf die Endometriose zu erkennen und zu behandeln.

Was ist eine Östrogendominanz?

Kurz und knapp gesagt ist das Verhältnis von Östrogen und Progesteron gestört. Du kannst auch unter einer Östrogendominanz leiden, wenn du einen perfekten Öströgenwert hast oder dieser sogar zu niedrig ist. Es kommt immer auf das Verhältnis an. Wenn dein Progesteronwert im Verhältnis zum Östrogen zu niedrig ist besteht eine Östrogendominanz. Achtung: Ärzte schauen sich meistens nicht das Verhältnis an und sagen dir es ist alles ok obwohl dies nicht der Fall ist. Frag gezielt nach dem Verhältnis oder nimm es selbst in die Hand und mach einen Speicheltest.

Welche Symptome kann eine Östrogendominanz verursachen?

PMS und damit alle einhergehenden Symptome, ungewollte und unergründbare Gewichtszunahme, Herzrasen, Herzstolpern, unregelmäßige Zyklen, starke Blutungen während der Menstruation u. v. m..

Arten und Ursachen der Östrogendominanzen

Freie Östrogendominanz

Bei der freien Östrogendominanz ist das Östrogen an sich zu hoch. D.h. der Progesteronspiegel ist super. Die Ursache hierfür liegt meist dabei, dass wir von Außen zu viele Fremdöstrogene aufnehmen. Das geschieht beispielsweise über das Aufnehmen von Parabenen in der Kosmetik, über das WPA in Plastik aber auch durch die Aufnahme von Pestiziden über unsere Nahrung. Und auch wenn du es nicht hören willst: Auch die Pille ist oft eine Ursache. Durch die Pille nehmen wir in großen Mengen künstliche Östrogene und Progesteron auf. Unser Körper ist aber dafür nicht gemacht und unsere Entgiftungsorgane leiden darunter. Somit kann auf Dauer unser Körper die künstlichen Östrogene, aber auch das Progesteron nicht richtig abbauen. Die meisten Pillen beinhalten aber mehr künstliche Östrogene als Progesteron (wobei das Progesteron in der Pille nicht wirkt wie unser körpereignes Progesteron) somit ist die Folge ist eine Östrogendominanz.

Ein weiterer Grund für die freie Östrogendominanz ist eine gestörte Darmflora. Das liegt daran, dass gewisse Bakterien im Darm die Östrogene regulieren. In diesem Artikel: Hormonelle Balance & Darmgesundheit ist der Zusammenhang sehr gut beschrieben.

Die relative Östrogendominanz

Bei der relativen Östrogendominanz ist der Östrogenwert in Ordnung oder sogar zu wenig vorhanden. In Relation zum Progesteronspiegel aber dennoch zu niedrig. Grade in der 2. Zyklushälfte sollte das Progesteron die Überhand haben da es der Schwangerschaftserhaltung dient. Außerdem ist das Progesteron der natürliche Gegenspieler des Östrogens. Haben wir nun im Verhältnis zum Östrogen zu wenig an Progesteron kommt es eben auch zu einer Östrogendominanz und deren Symptome. Oft leiden Frauen in der Perimenopause darunter, da zuerst der Progesteronspiegel sinkt. Deshalb kommt es dann bei den Frauen auch zu den typischen Wechseljahresbeschwerden.

Was kannst du nach diesen ganzen Erkenntnissen nun bei einer bestehenden Endometriose selbst tun?

Zwei große Faktoren durch die die Endometriose weiter gefördert wird sind eben: Stille Entzündungen und die Östrogendominanz. Also wäre es schon schon mal ein riesen Schritt Lebensmittel die Entzündungen fördern stark zu reduzieren und künstliche Östrogene, die wir über die Nahrung und Umwelt aufnehmen, zu vermeiden. Bezüglich der Östrogene würde das auch heißen: Wasser nur noch aus Glasflaschen trinken, Naturkosmetik auszuprobieren und überwiegend Lebensmittel von sehr guter Qualität zu sich nehmen.(Das sind jetzt nur ein paar Faktoren) Aber um stille Entzündungen und Östrogendominanzen zu vermeiden, ist auch unsere Darmgesundheit ein großer Faktor. Mehr dazu findest du wieder hier: Hormonelle Balance & Darmgesundheit

Mein Tipp: Fang mit den ganzen Dingen nach und nach an. Es ist kein Wettbewerb und neue Gewohnheiten muss man sich auch erst mal erschaffen. Beispielsweise lässt du erst mal den Kristallzucker weg und trinkst dein Wasser nur noch aus Glasflaschen. Das machst du eine Weile und im nächsten Schritt ist deine alte Kosmetik aufgebraucht und du ersetzt sie zum größten Teil durch Naturkosmetik und nimmst jetzt morgens auch Omega-3 zu dir. Eins nach dem Anderen. Schritt für Schritt. Ich weiß das klingt alles viel, aber es ist definitiv möglich sich neue gesunde Gewohnheiten zu schaffen. Falls du dir Unterstützung durch ein Coaching wünscht, stehe ich dir gerne zu Verfügung.

Ich hoffe, der Beitrag hat dich weitergebracht!

Alles Liebe für dich!

Deine Sina

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